ChronikDamals

DAMALS wie HEUTE: Verein lebt von der Treue

Generalversammlung des TSV – Schlechte Finanzen – Vorstand wiedergewählt

Burgheim (zi. Bericht vom 31. Juli 1971). Der TSV Burgheim hielt seine Generalversammlung im neuen Sportheim ab. Sie war von der Freude gekennzeichnet, daß es der ersten Mannschaft gelang, sich im ersten Spieljahr in der Bezirksliga Gruppe Nord die Zugehörigkeit zu dieser Spielklasse zu erhalten. Anderseits wurde bedauert, daß die Turnerriege und die Tischtennisabteilung ihren Spielbetrieb einstellen mußte da ihnen durch den Verkauf der Klosterschule zur Zeit kein Raum zur Verfügung steht. Vorstand Martin Keller begrüßte zu Beginn die zahlreich erschienenen Mitglieder, unter ihnen zweiter Bürgermeister Hermann Sefranek und mehrerer Gemeinderäte. Grüße sandte der Vorstand an den erkrankten Ehrenvorstand Otto Blei, der sich im Krankenhaus Rain befindet. Beifall gab es, als der Vorstand die neuen Sportkameraden bekannt gab. Es sind dies: Karl-Heinz Brylla, Horst Diepold, Vitus Huber, Bernhardin Koppold, Peter Niemann, Gerhard Ochwald, Alfons Stüwe, Jürgen Vögeding, Fritz Wagner und Karl Zeller.

Vorstand Keller hielt einen kurzen Rückblich über das vergangene Geschäftsjahr: Am alten Platz mußte der Weg von der Bundesstraße zum Spielfeld wieder aufgekiest und vor beiden Toren Sand aufgeführt werden, da die Höhe der Tore nicht mehr gestimmt habe. Außerdem mußte die Stromleitung ausgebessert und eine zusätzliche Flutlichlampe angebracht werden, um das Training am Abend zu ermöglichen. Die neue Sportanlage und das Sportheim wurden mit viel Arbeit und Mühe fertiggestellt. Die Hänge wurden begradigt und teilweise mit Holzpfählen und Brettern befestigt. Humus mußte noch aufgeführt werden und die Wege wurden mit Randplatten eingefriedet und mit weißem Splitt aufgekiest. Die Gemeinde legte in Verbindung mit dem Straßen und Flußbauamt die Ausfahrt vom Sportgelände zur Bundesstraße auf Gemeindekosten an. Zwei Flutlichtlampen mußten neu erstellt werden. Anschließend nannte der Vorstand alle Innen- und Außenarbeiten, die zur Fertigstellung des Sportheimes notwendig waren. Die zeitraubenden, langwierigen und mehr als harten Verhandlungen des Vorstand konnten mit dem fürstlichen Brauhaus Turn & Taxis erfolgreich beendet werden. Aus dem ursprünglich vorgesehenen Darlehen wurde eine Barzahlung, zu dem die komplette Einrichtung des Gastraumes, einschließlich Lampen, Gardinen, Theke, Kühlraumausstattung, Kühlaggregat, sämtliche Schränke der Küche, Tische und Stühle für beiden Terrassen und eine Erstausstattung in Gläsern aller Art kam. Allein diese Ausstattung wird auf 40.000 DM geschätzt. Die Burgheimer Firma, welche Arbeiten an dem Sportheim durchführten, gewährten beachtliche Nachlässe. Keller hob dann die Verdienste des zweiten Vorstandes Peter Eigen um den Sportplatzbau hervor und teilte mit, daß dieser von dem Posten zurücktreten werde. Weiter bedankte er sich beim Kassier sowie bei allen anderen die mitgeholfen hätten, geschäftliche und technische Probleme zu meistern. Mannschaftsführer Jantschik, den Betreuern Adolf Diepold und Rudi Blei sowie allen Spielern.

Vereinstreue ist das wichtigste…

Die Mannschaft habe es durch die vielen Verletzungen nicht leicht gehabt. Besonders hart wurde die Elf durch die Verletzung ihres Schlußmannes Dieter Wolter betroffen, der ab Januar nicht mehr eingesetzt werden konnte. Keller appellierte an die Aktiven, weiterhin Kameradschaft zu pflegen, diese auf die neuen Sportkameraden auszudehnen, Nerven und Übersicht zu behalten, willig sich führen lassen und unbedingt die Trainingsabende zu besuchen, dann könne der Mannschaft nichts passieren. Der Trainer, die Betreuer und die Vorstandschaft würden immer für sie da sein und alles tun, was in ihren Kräften stehe. Die zweite Mannschaft konnte sich nur den vorletzten Tabellenplatz erspielen. Das läge nicht nur am Können, sondern hauptsächlich daran, daß die Trainingsabende schlecht besucht wurden. Trotz des Ausscheidens von acht Spielern wegen der Altersgrenze, hielten sich die Junioren sehr gut, sie belegten den vierten Tabellenplatz mit einem Vorsprung von acht Punkten zum Tabellenfünften. Auf diesen Erfolg könnten Betreuer Albert Gieß und Trainer Heinz Preißler stolz sein, fuhr Keller fort. Die Schülermannschaft erkämpfte sich in ihren Gruppe den ersten Tabellenplatz. Die Alten Herren, die zwar keine Punktespiele mehr bestritten, seien noch eifrig bei der Sache und spielten einen guten Fußball. Ihnen und ihrem Betreuer Otto Diepold wünschte der Vorstand alles Gute. Er dankte allen, die den TSV in irgend einer Art unterstützten und wies darauf hin, daß ein Verein eine große Familie sei und diese von der Treue seiner Mitglieder lebe. Wenn ein Verein lebendig bleiben solle, müsse jeder einzelne für ihn einstehen und für ihn handeln. Dann ging der Vorstand auf die finanzielle Lage des Vereins ein, die bedingt durch den Sportplatzneubau , nicht die beste sei. Er habe fest versprochen und sich auch vorgenommen, die Schulden, die jetzt vorhanden seien, zu regeln und zum Großteil zu bereinigen. Er wünschte dem Verein ein langes, erfolgreiches und lebendiges Vereinsleben und einen guten Ausgang der Neuwahlen.

Lob und Tadel

Anschließend nahm Kulturreferent Werner Groschwitz die Auszeichnungen langjähriger Mitglieder vor. Urkunden, Ehrennadel und Glückwünsche für 25jährige Mitgliedschaft erhielten: Otto Diepold, Josef Eiba, Werner Groschwitz, Simon Gutjahr, Käs Max, Hans Lix, Anton Lösch, Otto Müller, Gottfried Rößner, Josef Scheuermayer, Hermann Sefranek und Kosmas Seitz: für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Hans Kaiser ausgezeichnet. Schriftführer Werner Drexler gab einen ausführlichen Bericht über alle anfallenden Aufgaben, die mit diesem Amt zusammenhängen. Der Verein zählt zur Zeit 370 Mitglieder, davon 279 Erwachsene, 40 Jugendliche und 51 Schüler. Durch den Stillstand der Turnerriege habe der Verein 23 Schüler, acht Jugendliche und neun Erwachsene, also insgesamt 40 Mitglieder verloren. Für die bevorstehende Wahl ersuchte er, daß sich Kandidaten zur Verfügung stellten, die ihre angenommenes Amt auch wirklich erfüllen. In seinem Bericht als Spartenleiter der Tischtennisabteilung stellte Drexler fest, daß Burgheim von neun Mannschaften den fünften Platz mit dem Punkteverhältnis 20:13 punktgleich mit dem vierten belegte………(siehe Zeitungsbericht)

31.07.1971 - 231.07.1971

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