ChronikDamals

DAMALS: Verschuldung als tragbar bezeichnet

Detaillierter Finanzbericht auf der Generalversammlung – Vorstand Werner Böll wiedergewählt

Burgheim (pm). Zur diesjährigen Generalversammlung des TSV Burgheim konnte dessen erster Vorstand Werner Böll zahlreiche Mitglieder begrüßen . Sein besonderer Gruß galt Pfarrer Richard Tyroller und Bürgermeister Manfred Ludwig. Im Mittelpunkt des Vorstandsberichts stand die Finanzlage: Die nicht unerhebliche Verschuldung des Vereins wurde als „durchaus tragbar“ bezeichnet.

Vorstand Böll dankte dem zweiten Vorstand Karl Prikryl für dessen Einsatz, den Funktionären für ihre Unterstützung, Spielertrainer Jantschik für seine Aufopferung, sämtlichen Mitgliedern, Freunden und Gönnern für ihre Leistungen, ihre Treue sowie der Vereinswirtin und deren Familie. Besonders erfreute Böll der Verzicht der aktiven Sportler auf finanzielle Zuwendungen wie Prämien, Fahrtspesen und Trainervergütungen aus der Vereinskasse.

Der Vorstandsbericht beschäftigte sich vor allem mit der Finanzlage des Vereins, dessen Verschuldung Böll mit rund 78.000 DM angab. Sie sei wegen eines vorhandenen langfristigen Finanzierungsplanes jedoch als „durchaus tragbar“ zu bezeichnen, da die Verbindlichkeiten ein Anlagevermögen von einer halben Million gegenüberstehe. Zuschüsse von Staat und Sportverband seien bereits in früheren Jahren ausgeschöpft worden. Das einprozentige Darlehen in Höhe von 30.000 DM des Landessportverbandes ist mit jährlich 1.000 DM, zuzüglich Zinsen, zu tilgen; ein langfristiges Darlehen in Höhe von 45.000 DM bei der Raiffeisenbank Burgheim muß in Verbindung mit den jährlichen Zuweisungen der Marktgemeinde (dies Betrugen für 1974 5.000 DM) beglichen werden.

Vereinskassier Josef Karmann erläuterte die Jahresschlußrechnung für 1974. Hier sind Auszüge aus seinem Bericht: Beitragsaufkommen: 7.222 DM, Spieleinnahmen: 5.524 DM; Einnahmen im Sportheim: 3.370 DM; sonstige Einnahmen und Spenden: 5.841 DM; Gesamteinnahmen: 21.957 DM. – Dem stehen Aufwendungen gegenüber: Unterhalt von Sportplatz und Sportheim: 10.512 DM (Wasserleitungsanschlußgebühr: 2.500 DM; Restzahlungen für Heizung beim Sportheimbau 2.000 DM); Stromkosten und Heizöl: 4.161 DM; Verbandsbeitrag und Schiedsrichterspesen 3.550 DM; Zinsaufwand 1974: 8.180 DM; Gesamtausgaben 1974: 35.898 DM.

Daraus ergibt sich ein Mehraufwand von 13.941 DM. Begründung der Mehrausgaben: Einmalige Sonderzahlungen für Wasser und Heizung, extrem hohe Zinsbelastungen, die sich im laufenden Rechnungsjahr zumindest halbieren, Nichtberücksichtigung des Gemeindezuschusses 1974 in Höhe von 5.000 DM, da dieser erst Ende Februar 1975 zur Auszahlung kam, sowie des derzeitigen sportlichen Erfolgs.

Ergebnis der Neuwahlen

Nachdem die Versammlung der Vorstandschaft Entlastung erteilt hatte, wurde ein Wahlausschuß gebildet. Aus den Neuwahlen ging folgendes Ergebnis hervor:

Erster Vorstand: Werner Böll (64 Ja-Stimmen; drei Enthaltungen; zwei Stimmzettel ungültig);

Zweiter Vorstand: Karl Prikryl;

Hauptkassier: Josef Karmann;

Schriftführer: Hans Kleber;

Spartenleiter Fußball: Georg Reichel;

Tischtennis: Werner Drexler;

Turnen: Erwin Faller;

Jugendleiter: „Charly“ Würnsehr;

Jugendtrainer: Karl-Heinz Koppold;

Schülerleiter: Franz Wall;

Schülertrainer: Adi Diepold;

AH-Betreuer: Werner Groschwitz und Walter Gun;

Hauptplatzwart: Anton Löffler;

Platzwarte: Reinhard Eiba, Wilhelm Artner, Peter Gleißner;

Hauptplatzkassier: Peter Gleißner, Peter Eigen, Anton Löffler, Reinhard Eiba, Josef Eiba, Ludwig Gutjahr, Josef Seidl, Adolf Mayr;

Ballwart: Alois Zöh;

Vereinsdiener: Karl-Heinz Kirmayr;

Pressewart: Peter Maier;

Ausschußmitglieder: Pfarrer Tyroller, Peter Austel, Peter Niemann, Alfred Koppold, Georg Karmann, Peter Eigen.

Der erste Vorstand bedankte sich für das Vertrauen und versicherte, daß er sich auch künftig voll für die Belange des Vereins einsetzen werde. Er bat die Mitglieder um die selbe Unterstützung wie bisher.

NR: 05.04.1975

 

 

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