ChronikDamals

DAMALS: Burgheimer verpassen Aufstieg knapp

Zweites TSV-Team belegt in der C-Klasse Donau-Ilm den fünften Rang

Vor rund einem Jahr wurde beim TSV Burgheim die Sparte Eisstockschießen in Leben gerufen. Mittlerweile hat diese junge Abteilung einen großen Aufschwung genommen. Waren es zu Beginn „nur“ 25 Eisstocknarrische, die sich im TSV organisierten, so hat sich die Mitgliederzahl dieser Sparte bis heute mehr als verdoppelt. In beispielloser Zusammenarbeit und unter Mithilfe einiger Burgheimer Gewerbebetriebe wurde innerhalb von drei Monaten eine künstliche Stockschießanlage erstellt, die sechs Asphaltbahnen umfaßt und die sich nahtlos in den Reigen der bereits vorhandenen Burgheimer Sportanlagen einreiht.

Mit der offiziellen Einweihung am 06. Juli 1980, die der Ortsgeistliche, Pfarrer Johannes Paul, vornahm, wurde diese Anlage zum Wettkampsport freigegeben. Erstmals in diesem Jahr nahmen nun die Mannen um Spartenleiter Max Bergmüller mit zwei Mannschaften an der Meisterschaftsrunde der C-Klasse des Kreises 305 Donau-Ilm, die im Ingolstädter Eisstadion ausgetragen wurde, teil. Zwar hatte man für diesen Tag fleißig trainiert und auch einige Freundschaftstreffen gegen die Sportkollegen aus Rain und Neuburg absolviert, wobei einige gute Ergebnisse erzielt wurden, doch reiste man mit sehr gemischten Gefühlen nach Ingolstadt, da dieses Meisterschaftsturnier auf Eis ausgetragen wurde und man bisher lediglich dreimal Erfahrungen auf dem kalten Element sammeln konnte.

Daß es dennoch so hervorragend lief, ist auf die gute Tagesform sowie auf die Unbekümmertheit, mit der die TSVler aufspielten, zurückzuführen. 18 Mannschaften hatten für diese Meisterschaftsrunde gemeldet, darunter die sehr routinierten Mannschaften aus Ingolstadt, Unsernherrn und Pfaffenhofen. Bereits um 6 Uhr morgens fanden sich die Sportler im Eisstation ein. Nach Auslosung der Spielpaarungen begann pünktlich um 6.30 Uhr der Wettkampf. Wieviel Kondition und Durchstehvermögen hierbei nötig war, zeigt alleine die Tatsache, daß die beiden Burgheimer Mannschaften von 6.30 Uhr bis nachmittags 14 Uhr ununterbrochen auf dem Eis standen.

Die erste Mannschaft, die mit Franz Thum, Johann Reisch, Adolf Vogl und Max Bergmüller antrat, erwischte einen schlechten Start. Nach drei Neiderlagen unter anderem gegen die starke Mannschaft aus Unsernherrn, konnten sich die TSVler steigern und kamen durch Siege über Pfaffenhofen und Ingolstadt zu einem ausgeglichenen Punktekonto. Am Ende belegten sie mit 15:19 Punkte Platz 10.

Einen wesentlich besseren Start hatte im Gegensatz die zweite Garnitur des TSV. Durch eine gleichmäßig gute Leistung von Horst Diepold, Georg Reichl, Josef Diepold und Josef Forthofer, lag die Mannschaft bei Halbzeit völlig überraschend auf dem vierten Tabellenplatz, der am Ende zum Aufstieg in die B-Klasse berechtigt hätte. in de letzten Spielen des Turniers mußte man jedoch noch Niederlagen gegen Ingolstadt und Unsernherrn hinnehmen und belegte mit 22:12 Punkten einen hervorragenden, nie erwarteten 5. Platz. Mit diesem Ergebnis wurde der Aufstieg lediglich um zwei Punkte verpaßt. Selbst die Organisatoren dieser Meisterschaft bezeichneten die Burgheimer Platzierungen als Riesenerfolg, zumal die Turnierteilnehmer des TSV, bis auf Max Bergmüller, der bereits seit einigen Jahren für den ESV Rain startete, das Stockschießen erst seit rund vier Monaten aktiv betreiben.

NR 29.11.1980

 29.11.1980

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